So glücklich war ich noch nie

Alexander Adolph ist mit „So glücklich war ich noch nie“ ein sehenswerter Film gelungen, der seinen Figuren nie zu viel zumutet und sie dadurch authentisch erscheinen lässt. Dazu tragen zu einem großen Teil auch die Leistungen der beiden großartigen Schauspieler bei.
In „So glücklich war ich nie“ geht es um einen Hochstapler, gespielt von David Striesow, der sich in eine Prostituierte, gespielt von Nadja Uhl, verliebt. Die Beziehung zwischen den beiden gewinnt ihre Spannung aus der Tatsache, dass beide Charaktere- der eine mehr, der andere weniger- darauf angewiesen sind, dem anderen eine Rolle vorzuspielen, um sich interessant zu machen.
Die Tragik liegt darin begründet, dass sie gerade durch Rollenspiel das eigentlich Interessante auf Kosten vermeintlich erstrebenswerter Stereotype aufgeben- auf dieser Grundlage entwickelt sich zwischen den beiden Protagonisten eine Liebesbeziehung, die zeigt, dass Glück eine anspruchslose Pflanze ist, die auch im Selbstbetrug gedeiht.

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