„Ricky“: Film mit Überraschungseffekt

Der neue, auf einer Kurzgeschichte von Rose Tremain basierende Film von Francois Ozon, „Ricky“, überwindet Genregrenzen auf überraschende Art und Weise.

Der Film handelt im ersten Teil von der Zeugung und Geburt Rickys, Ozon bedient sich hier zur Darstellung einzelner Versatzstücke des Sozialdramas. Paco und Katie, eine allein erziehende Mutter, arbeiten zusammen in einer Fabrik, in der auch Ricky gezeugt wird. Nach bekannt werden der Schwangerschaft zieht Paco zu Katie und ihrer Tochter und gründen so eine richtige Familie, die allerdings mit den üblichen Problemen des post-industriellen Zeitalters zu kämpfen hat. Nach der Geburt Rickys erhöht sich der Streßfaktor innerhalb der Familie, aufgrund von einer angeblichen Misshandlung des Babys muss Paco das Haus verlassen.
Jetzt beginnt der Film zum ersten Mal damit, die Genregrenzen zu übertreten. Aus dem Sozialdrama wird- ohne zuviel zu verraten- eine phantastische Komödie mit märchenhaften Elementen, die zwar nicht jedem Kinobesucher gefallen dürften, aber die den Film zu einem besonderen cineastischen Erlebnis machen. „Ricky“ wird sie in jedem Fall- positiv oder negativ- überraschen.

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